Die Demaskierung

Fotografie Serie: „Künstler hinter der Kunst“ / Nr.1 „Die Demaskierung“ (2016) Copyright. T.T.

Ich blicke Tag für Tag in tausende von Masqueraden.
Von Hass und Schmerz erfüllte einsame Gestalten.
Wie Roboter, vom Smartphone gelenkt.
Eitelkeit mit Dummheit vermengt.

Ihre Schönheit strahlt wie die Sonne so hell,
Einem Komet gleich verglühen sie schnell.
Und es bleibt nichts als Traurigkeit.
Tiefe Wunden, die keine Zeit heilt.

Bis sie sich selber demaskieren.
Ihre Eitelkeit für immer verlieren.
Schonungslos sich selbst erkennen.
Ihr Sein beim Namen nennen.

Die Nacht

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„Allein bei Nacht“ – Gemälde mit Acryl auf Leinwand – 60x40cm – 2016 –  Tobi T.

 

Tief in dunkler Nacht
sucht ein Mann sein wahres Ich.
Wenn alles träumt und schläft.
verliert er in der Stille sich.

Und er wartet und wartet.
Bis das universelle Sein zu ihm spricht.
Und so findet der Suchende
selbst in tiefster Nacht noch Sonnenlicht.

Gedanken zum Sonnenuntergang

 

„Rotterdam im Sonnenuntergang“ – Photographie 2016 – Copyright T.T.

 

Eine blaue Kugel im luftleeren Raum,

bindet alles Leben an sich.

Die Erde, eine Oase des Seins

gebar dich.

Energie aus der Tiefe des Alls

kreierte dich.

Weiter als der blaue Himmel,

spannt sich dein Bewusstein.

Einzigartig deine Fähigkeit zu denken.

Die Fähigkeit die Welt zu lenken.

mit gottgegebner Kreativität

Dinge erschaffen.

Du lebst, du liebst, du schaffst

bis du an deinen Ursprung zurückkehrst.

Du kennst ihn, doch verdrängst ihn.

Weil du Angst hast vor dem Nichtexistieren.

Doch der Tod nur eine Illusion.

Das Sein – Ergebnis ständiger Transformation.

Du warst immer da, wirst immer da sein.

wie ein Regentropfen, der zurückfällt ins Meer.

Wie die Sonne, die Abends untergeht,

um am nächsten Tag noch heller zu strahlen.

 

 

 

Mahnung an mich, an Dich, an Euch, an Sie, an uns, an es und an alle.

Ich trau‘ mich nicht zu sagen,
zu sagen was ich will.
Ich werd’s doch niemals wagen.
bleib lieber leis und still.

Man wird mich eh nicht hören.
Zu laut geht’s zu in diesem Land.
Die Stimme des Dichters
erreicht weder das Ohr, noch den Verstand.

Erst wenns wieder hat gekracht,
und ihr seid am Verzagen.
Dann werdet ihr mich fragen:
Was wolltest du nun sagen?

Ich mahne Euch ihr lieben Leut‘,
hört den Dichtern wieder zu!
Lieber früh als spät.
Besser gestern als heut‘.

Vielleicht gäb’s jetzt die Probleme nicht
und ich müsst nicht ermahnen dich
Wenn du nicht wärst so ignorant
und nähmtest mal ein Buch zu deiner Hand.

Kryonik

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„Kryonik“ – Acryl auf Leinwand 80 x100 cm – 2016 – T.T.

Der Tod nicht mehr das Ende.
Der Leib zu Eis erstarrt, eingefroren.
Nach Tausend Jahren aufgetaut.
Wiederbelebt, wie neugeboren.

Weil er am Leben so sehr hängt.
Erträgt er den größten Schmerz.
Wenn er an’s süße Leben denkt.
Dann erstrahlt sein kaltes Herz.

Nun steht er ganz alleine da.
Denn seine Liebsten sind vergangen.
Nichts ist mehr wie es war.
Und von vorn beginnt das große Bangen.

Dimensionen

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Acryl auf Leinwand – 80 x 100 cm – 2016 – T.T

 

Zwischen Raum und Zeit,
ist Erkenntnis nicht weit.
In unendlich vielen Dimensionen.
suche ich. Verlange ich.
nach der universellen Wahrheit.
Und wenn sie sich offenbart,
wird jedermann beginnen zu erkennen.
Erkennen wer er wirklich ist.
in Anbetracht der Ewigkeit

 

Ambivalenz der Schöpfung

2015-11-26 05.49.00

Oh anmutiges Menschenkind,
welch‘ wundervolle Taten du vollbringst.
Oh fürchterliches Menschenkind,
welch‘ blutiges Schwert du schwingst.

Du ambivalentes Geschöpf,
entsprungen dem Himmel und der Hölle zugleich.
Wer gab dir dieses Leben,
damit du anderen wirst ihres nehmen?

Du Ausgeburt der Hölle,
Du Engel aus Himmels Sphären.
Welcher Sadist nur, ließ dich in Freiheit gewähren?
Welcher Narzisst lässt sich dafür anbeten, verehren?

Zwischen Raum und Zeit treibst du.
Zwischen Hass und Liebe verweilst du.
Ohne Ziel irrst du umher.
Du wendest dich zum Himmel, suchst vergeblich deinen Herrn.

Beängstigender als das Weltenende
ist nur deine unbestimmte Existenz.
Liebes Menschenkind, ich kann erst ruhen,
wenn du deine wahre Bestimmung erkennst.

 

Copyright T.T.

Bizarre Träume

„Hundemensch“ – Aquarell Din A4 – 2015

Als ich heut‘ Nacht aus tiefem Schlaf erwachte.
Mich daraufhin im Spiegel selbst betrachtete.
Erschrak‘ ich sodann vor meiner eigenen Gestalt.
Ich erschrak so sehr, dass ich in Ohnmacht fiel alsbald.

Halb Mensch, Halb Tier – das war ich.
Ein Monster, welches seinesgleichen sucht.
Ich wehrte mich mit ganzer Kraft, doch es half nicht.
Denn man hat mich über Nacht verflucht.

Plötzlich fange ich laut an zu bellen.
Ein Abgrund tut sich vor mir auf.
Das Meer schlägt hohe Wellen.
Ich springe, nehm‘ den Tod in Kauf.

Als mein Körper in die Tiefe schnellt,
und rasend schnell ins Wasser fällt,
erwache ich aus diesem bösen Traume.
Lieg‘ noch immer da, in meinem kleinen Raume.