Das Fremde im Dasein

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„Die Silhouette des Fremden“ – Kohlezeichnung DinA2 – 2015 – Copyright T.

 

Ich sehe dich

beim Einkaufen, beim Spazieren.

Ich sehe dich

auf der Straße, und im Restaurant.

Dich Fremden sehe ich.

Doch ich beachte dich nicht.

Ich sehe nur mich.

Du erscheinst verschwommen.

Nur die Silhouette wahrgenommen.

Im Augenwinkel rennst du vorbei.

Im nächsten Augenblick bereits verschwunden.

Wie ein vorbeiziehender Gedanke entflohen.

Und es war, als hätte ich dich nie gesehen.

Als wär‘ das alles nie geschehen.

Tausend mal am Tag seh‘ ich dich.

Fremder.

Tausend mal am Tag seh‘ ich nur mich.

Fremder.

Eine Entfremdung von der Welt als Ausdruck

der Entfremdung vom eigenen Sein.

Das Individuum gefangen

in der Welt ganz allein.

Die Welt verschwimmt,

weil die Aufmerksamkeit schwindet.

Die Gleichgültigkeit das Ruder übernimmt,

weil der Mensch sich selbst nicht überwindet.

Der Egoismus die treibende Kraft.

gepaart mit des Narzissmus Macht.

In einer hektischen Welt

sieht ein jeder nur sich selbst,

und erkennt sich dennoch nicht mehr wieder.

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Ein Gedanke zu “Das Fremde im Dasein

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