Ambivalenz der Schöpfung

2015-11-26 05.49.00

Oh anmutiges Menschenkind,
welch‘ wundervolle Taten du vollbringst.
Oh fürchterliches Menschenkind,
welch‘ blutiges Schwert du schwingst.

Du ambivalentes Geschöpf,
entsprungen dem Himmel und der Hölle zugleich.
Wer gab dir dieses Leben,
damit du anderen wirst ihres nehmen?

Du Ausgeburt der Hölle,
Du Engel aus Himmels Sphären.
Welcher Sadist nur, ließ dich in Freiheit gewähren?
Welcher Narzisst lässt sich dafür anbeten, verehren?

Zwischen Raum und Zeit treibst du.
Zwischen Hass und Liebe verweilst du.
Ohne Ziel irrst du umher.
Du wendest dich zum Himmel, suchst vergeblich deinen Herrn.

Beängstigender als das Weltenende
ist nur deine unbestimmte Existenz.
Liebes Menschenkind, ich kann erst ruhen,
wenn du deine wahre Bestimmung erkennst.

 

Copyright T.T.

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